Rote Chile-Vogelspinne
Grammostola rosea

Allgemeine Daten
Familie: Vogelspinnen (Theraphosidae)
Ordnung: Webspinnen (Araneae)
Unterordnung: Vogelspinnenartige (Mygalomorphae)
Gattung: Grammostola
Art: Grammostola rosea
Lebensdauer: Weibchen bis zu 20 Jahre, Männchen deutlich kürzer
Giftigkeit: Für Menschen in der Regel harmlos
Allgemeine Beschreibung
Die Rote Chile-Vogelspinne, wissenschaftlich bekannt als Grammostola rosea, ist eine in Südamerika beheimatete Vogelspinnenart. Sie zeichnet sich durch ihr ruhiges Gemüt aus und wird daher oft als Anfängerspinne in der Terraristik gehalten. Ihre Anpassungsfähigkeit an verschiedene klimatische Bedingungen macht sie zu einem robusten Vertreter ihrer Gattung.
Aussehen
Grammostola rosea ist eine mittelgroße Vogelspinne. Adulte Weibchen können eine Körperlänge von bis zu 7,5 cm und eine Beinspannweite von bis zu 15 cm erreichen. Die Körperlänge der Männchen ist bei ähnlicher Beinspannweite kleiner. Die Färbung variiert von leuchtendem Rot bis zu Dunkelbraun, was ihr den Namen "Rote Chile-Vogelspinne" eingebracht hat. Ihr Körper ist dicht behaart, wobei die Haare einen charakteristischen rosa Schimmer aufweisen können.
Lebensraum
Diese Spinne ist in Chile, Argentinien und Bolivien verbreitet. Sie bewohnt trockene Gebiete, einschließlich Wüstenränder und Trockenwälder. Grammostola rosea gräbt tiefe Wohnröhren, die bis zu einem Meter in den Boden reichen und mit Spinnseide ausgekleidet sind. Diese dienen als Schutz vor extremen Temperaturen und ermöglichen es der Spinne, in der kalten Jahreszeit eine Winterruhe zu halten.
Verhalten
Grammostola rosea gilt als typische Anfängerspinne, da sie ein sehr ruhiges Gemüt besitzt. Sie ist dämmerungs- bis nachtaktiv und verbringt den Großteil des Tages in ihrer Wohnröhre. Bei Bedrohung kann sie Brennhaare von ihrem Hinterleib abstreifen, um Angreifer abzuschrecken. Ihr Verhalten im Terrarium ist meist friedlich, dennoch sollte man sie mit Respekt behandeln.
Ernährung
Als Lauerjägerin ernährt sich die Rote Chile-Vogelspinne hauptsächlich von Insekten wie Schaben, Grillen und Heuschrecken. Gelegentlich erbeutet sie auch kleine Wirbeltiere. Sie wartet geduldig am Eingang ihrer Wohnröhre auf Beute und überwältigt diese mit einem schnellen Giftbiss. Anschließend wird die Beute mit Verdauungsenzymen verflüssigt und ausgesaugt.
Fortpflanzung
Nach der Paarung legt das Weibchen einen Eikokon an, der mehrere hundert Eier enthalten kann. Dieser wird in der Wohnröhre bewacht. Nach einigen Wochen schlüpfen die Jungspinnen, die zunächst bei der Mutter verbleiben, bevor sie eigenständig werden. Weibchen können ein Alter von bis zu 20 Jahren erreichen, während Männchen nach der Geschlechtsreife oft nur noch wenige Jahre leben.
Gefahr für den Menschen
Die Rote Chile-Vogelspinne stellt für Menschen keine ernsthafte Gefahr dar. Ihr Gift ist zwar für ihre Beute tödlich, jedoch für den Menschen harmlos. Ein Biss dieser Spinne kann bei empfindlichen Personen leichte Hautreaktionen wie Rötung oder Juckreiz auslösen, vergleichbar mit einem Insektenstich. Im Umgang mit dieser Spinne sollte dennoch Vorsicht geboten sein, insbesondere wegen der Brennhaare, die bei Kontakt mit der Haut Reizungen verursachen können.
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