Marmorierte Kreuzspinne
Araneus marmoreus

Allgemeine Daten
Familie: Echte Radnetzspinnen (Araneidae)
Ordnung: Webspinnen (Araneae)
Gattung: Araneus
Art: Araneus marmoreus
Lebensdauer: Bis zu zwei Jahre
Giftigkeit: Für Menschen harmlos
Allgemeine Beschreibung
Die Marmorierte Kreuzspinne, Araneus marmoreus, gehört zur Familie der Echten Radnetzspinnen (Araneidae) und zeichnet sich durch ihr auffälliges, oft marmoriertes Erscheinungsbild aus, das ihr auch ihren Namen gab.
Aussehen
Die Marmorierte Kreuzspinne gehört zur Gattung der Kreuzspinnen. Bei dieser Spinnenart erreichen die Weibchen eine Größe von bis zu 1,5 cm, die Männchen sind mit maximal 1 cm etwas kleiner. Von der Färbung her und von ihren Zeichnungen können sich Marmorierte Kreuzspinnen stark unterscheiden. Meistens ist ihr Vorderkörper in einem hellen Gelbgrau oder so gut wie farblos. Der breiteste Bereich ihres Hinterkörpers befindet sich in der Mitte. In den meisten Fällen hat diese Spinne auf ihrem Vorderkörper an der Oberseite ein dunkles und schmales Längsband. Auf dem braunen oder grauen Hinterkörper kann man viele weiße bis orangefarbene Flecken finden. Den Namen Marmorierte Kreuzspinne verdankt sie auch ihren vier hellen Flecken im vorderen Bereich, da diese die Form eines Kreuzes aufweisen. Es gibt eine Unterart der Marmorierten Kreuzspinne, bei welcher auf dem Hinterleib ein schwarzer Fleck vorhanden ist. Bei dieser Art ist der Hinterleib weißlich (Araneus marmoreus f. pyramidatus).
Lebensraum
Diese Spinne findet sich in einer Vielzahl von Lebensräumen, die sich durch ihre üppige Vegetation auszeichnen. Von den grünen Oasen unserer Gärten und Parks bis hin zu den dichten, blätterreichen Wäldern und Waldrändern – überall dort, wo Pflanzen gedeihen, fühlt sich Araneus marmoreus zu Hause. Ihre Netze, kunstvolle Konstruktionen, sind oft zwischen Sträuchern und Büschen gespannt. Dort, in einer Höhe, die Schutz vor Bodenprädatoren bietet und gleichzeitig ein optimaler Ort für die Jagd auf fliegende Insekten ist, wartet die Spinne geduldig. Nicht selten findet man sie auch in der Nähe von Wasserquellen, wo die Nähe zum nassen Element eine reiche Auswahl an Beute verspricht. Doch auch die Nähe zum Menschen schreckt Araneus marmoreus nicht ab. In der ruhigen Ecke einer Scheune, unter dem Dach eines Schuppens oder auf einer verlassenen Veranda kann man ihre Netze entdecken, immer bereit, die nächste Mahlzeit einzufangen. In lichten Waldgebieten, wo die Sonnenstrahlen durch das Blätterdach tanzen und ein Kaleidoskop aus Licht und Schatten schaffen, findet die Marmorierte Kreuzspinne ideale Bedingungen. Hier ist das Insektenleben rege, und die Spinne kann ihre Netze in den sonnendurchfluteten Bereichen kunstvoll platzieren.
Verhalten
Die Marmorierte Kreuzspinne ist eine Spinnenart, die Radnetze baut. Diese findet man in den meisten Fällen an Büschen oder Kräutern. Mit ihrem Radnetz ist es ihr möglich, auch recht große Insekten zu fangen. Am Tage hält sie sich meist versteckt auf. Sie geht mit Einsetzen der Dämmerung auf Beutejagd. Ihre Beute lähmt sie mit ihrem Gift, welches sie mit ihren Kieferklauen in das Opfer injiziert. Dieses Opfer, das in den meisten Fällen aus Fluginsekten besteht, spinnt sie dann in ihr Netz mit Seide ein. Ihr Radnetz wird von ihr täglich erneuert.
Ernährung
Die Marmorierte Kreuzspinne, bekannt unter ihrem wissenschaftlichen Namen Araneus marmoreus, ist eine effiziente Räuberin, die sich hauptsächlich von einer Vielfalt fliegender Insekten ernährt, die in ihr Netz geraten. Ihr Netz, oft in Sträuchern oder niedrigen Bäumen gespannt, dient als effektive Falle für Beutetiere wie Fliegen, Mücken, Motten und andere kleine Insekten.
Fortpflanzung
Nach zwei Jahren ist die Marmorierte Kreuzspinne geschlechtsreif. Wenn die Männchen soweit sind, hören sie damit auf, ein eigenes Netz zu bauen. Auf dem letzten Netz lagern sie schließlich ihr Sperma. Anschließend sucht sich das Männchen ein geeignetes Weibchen. Im Falle des Erfolgs, wenn also das Weibchen paarungsbereit ist, nähern sich beide einander an. Der eigentliche Akt der Samenübergabe dauert nur wenige Sekunden. Anschließend muss das Männchen schnell die Flucht ergreifen, um dem Weibchen, welches ihm körperlich überlegen ist, nicht als Beute zu dienen. Nach einigen Wochen werden die Eier in einem Kokon abgelegt, wo diese überwintern. Die Geburt ihrer Jungtiere erlebt das Weibchen nicht mehr, da es vorher stirbt. Die jungen Spinnen schlüpfen im Frühjahr und ernähren sich von nun an selbstständig von sehr kleinen Insekten.
Gefahr für den Menschen
Die Marmorierte Kreuzspinne stellt für den Menschen im Allgemeinen keine ernsthafte Bedrohung dar. Wie viele Spinnen hat auch sie Giftklauen (Cheliceren), die sie nutzt, um ihre Beute zu lähmen. Ihr Gift ist jedoch für den Menschen nicht gefährlich und richtet sich primär gegen kleine Insekten, die sie jagt.
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